Fragen zur Nutzung

Gibt es auch barrierefreie Wohnungen?

Ja. Fast alle Erdgeschosswohnungen werden entweder barrierefrei oder barrierearm hergerichtet. In zwei der neun Aufgänge sind Fahrstühle vorgesehen, daß auch die oberen Etagen ohne Treppen erreicht werden können.

Was ist mit „Gemeinschaftsräumen“ gemeint?

Das gemeinschaftliche Wohnen in der Ro70 wollen wir durch besondere räumliche Angebote fördern: Im Hauptgebäude richten wir diverse Gemeinschaftsräume ein, die von allen Bewohnern genutzt werden können, z.B. ein Café, einen großen Gemeinschaftsraum mit Küchenzeile, einen Toberaum für die Kinder oder eine Holzwerkstatt im Keller. Die Mitglieder entscheiden in den kommenden Monaten gemeinsam, welche Raumangebote es tatsächlich geben wird.
Auch der baumbestandene Innenhof steht zukünftig allen Bewohnern und Gästen des Wohnprojektes zur Verfügung. Auf der südlich angrenzenden Freifläche wollen wir außerdem einen Spielplatz einrichten, ein Gewächshaus bauen und einen großen Nutzgarten anlegen. Auch das legen die Mitglieder die Freiflächengestaltung gemeinsam fest.
Wie intensiv diese Angebote im Alltag angenommen werden, hängt von den Menschen ab, die in die Ro70 einziehen. Der Alltag wird zeigen, wie oft wir die Gemeinschaftsräume wirklich nutzen, was wir in unserer Freizeit gemeinsam unternehmen und ob wir uns tatsächlich auch mal gegenseitig unter die Arme greifen. Alles kann, aber nichts muss.

Kann ich innerhalb der Ro70 umziehen?

Ja. Die Genossenschaft bietet ihren Mitgliedern eine flexible Anpassung des Wohnraumes an ihre jeweiligen Lebensumstände. Auch spätere Umzüge innerhalb der Genossenschaft sind möglich Voraussetzung ist natürlich, dass innerhalb der Ro70 eine Wohnung in deiner neuen Wunschgröße frei wird. Eine weitere Möglichkeit, zu einer passenden Wohnung zu gelangen, ist der Wohnungstausch unter zwei Mitgliedern bei gegenseitigem Einverständnis. (Quelle: Praxisleitfaden Gemeinschaftliche Wohnprojekte, Universität Kassel)

Welche Kosten entstehen den Bewohnern nach dem Einzug?

In dem wir als Mietergenossenschaft kollektives Eigentum schaffen, können wir die sanierten Wohn- und Arbeitsräume zu stabilen Mieten anbieten. Die sogenannten „Nutzungsentgelte“ dienen ausschließlich dazu, die Kosten zu decken, denn wir müssen für Niemanden Rendite erwirtschaften. Das kalkulierte Nutzungsentgelt beträgt 6,50 Euro/m² kalt für sämtliche Wohnräume. Die Arbeitsräume in den Untergeschossen werden für 4,50 Euro/m² kalt angeboten. Wenn die Finanzierungskosten später sinken, könnten wir, im Gegensatz zum Markttrend, die Mieten sogar reduzieren. Hinzu kommen dann noch die üblichen Nebenkosten, Kosten für Strom, Wasser und Heizung. Dabei gehen wir insgesamt von 3,00 Euro/m² aus, was aber sehr konservativ geschätzt ist, d.h. niedriger ausfallen kann.

Vor dem Einzug hat jedes Mitglied einen Eigenkapitalanteil zu leisten, der mit 400,- Euro/m² festgesetzt ist. Sollte dieser Betrag nicht komplett selbst aufgebracht werden, ist neben den o.g. Kosten noch der Kapitaldienst für einen eventuellen Kredit hinzuzuzählen.

Bezüglich des Erwerbs von Genossenschaftsanteilen gibt es Förderprogramme, z.B. bei der KfW-Bank, mit sehr günstigen Zinsraten und Laufzeiten, sodass hier die Belastungen erträglich gestaltet werden können. Außerdem ist dieser Genossenschaftsanteil persönliches Eigentum des Mitgliedes, stellt sozusagen eine Sparanlage dar. Bei Austritt aus der Genossenschaft wird der Geschäftsanteil in voller Höhe ausgezahlt. Beispielrechnungen findet Ihr in unserem Nutzungskonzept.